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Myranisches Arsenal
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 11.11.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Heike Kamaris, Jörg Raddatz, Verlag: Ulisses Spiele, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 28,00 Euro


Beim Schwarzen Auge und bei vielen Konkurrenzsystemen hat sich inzwischen eingebürgert, Waffen- und Rüstungsarsenale zu veröffentlichen. Wenn diese dann vorrangig speziell an die Welt angepasste Waffen präsentieren, können sie die Spielatmosphäre durchaus fördern. Das Myranische Arsenal für die Schwarze-Auge-Spielwelt Myranor tut genau dies.

Auf rund 160 Seiten im festen Einband haben die Autoren alles über Waffen (Nahkampfwaffen, Schuss- und Wurfwaffen sowie Feuerwaffen und Geschütze), Rüstungen und Schilde und Angelehntes (alchemistische Produkte, Regeln, ...) versammelt. Am Wichtigsten für das Spiel dürfte das Kapitel "Vom Handel mit Waffen und Rüstungen" sein, das einen praktikablen Mechanismus für die Verfügbarkeit und Preisgestaltung der Wehrtechnik in den verschiedensten Provinzen bietet. Damit ist dem Powergaming mit Waffengroßdiscountern ein Riegel vorgeschoben. Gerade für jüngere Spieler bietet schließlich die Ausstattung ihres Helden einen besonderen Reiz, der hier noch erhöht wird. Das alleinige Ansammeln des Geldes ist noch lange keine Garantie, die Wunschwaffe oder -rüstung zu bekommen.

Die Waffen und Rüstungen sind insgesamt die Darstellung wert, auch wenn sich gelegentlich doch etwas zu offenkundige Anleihen an der Realität oder anderen Rollenspielsystemen finden, zum Beispiel Cestus (röm. Faustkampfhandschuh), Falcata, Kopesh, Ximtar alias Scimitar, Shogai alias Shoge. Dafür gibt es auf der anderen Seite auch ein paar originellere Waffen, wie Mischungen aus Zweihänder und Spieß und gänzlich Skurriles. So ist der Xiphos ein Schwert mit komplett ausgesparter Blutrinne in der Mitte. In dieser rollt eine sehr schwere und bei Kontakt hoch giftige Kugel im Kampf hin und her. Die Beschreibung der Kugel deutet hier auf radioaktive Stoffe hin.

Die Gestaltung des Buches ist einfach aber stimmungsvoll. Ein in den Hintergrund gelegtes Graustufenbild mit Verlaufsstrukturen schafft einen guten Rahmen für die zahlreichen Waffenzeichnungen, von denen aber einige, vor allem die Wurfwaffen, etwas sehr grob ausgearbeitet sind. Es scheint so, als seien manche Waffen erst sehr klein vorgezeichnet worden und dann nach dem Scannen stark auf das endgültige Maß vergrößert worden.

Augenfällig ist die gute Ordnung. Alle Waffen sind alphabetisch geordnet, ein Register gibt es zudem. Was will man da noch mehr?

Fazit: Lohnenswert ist der Band auf jeden Fall, allerdings nur für DSA-Spieler und Myranorfans. Für alle anderen sind die Informationen zu weltangepasst.




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