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Ren Dhark Starter 1: Die Straße zu den Sternen
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 31.10.2007, Serie: Sammelkarten, Autor(en): , Verlag: HJB Verlag und Shop KG, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 12,00 Euro


Beim "Ren Dhark TradingCardGame" handelt es sich um ein eigenständiges Kartenspiel für zwei Spieler rund um die erfolgreiche Sience Fiction-Romanserie "Ren Dhark".

In der einfachen und kompakten Schachtel sind 68 Karten enthalten. Diese sind aufgeteilt in zwei Fraktionen: die Erde und ihre Verbündete sowie die Feinde der Erde. Die Karten sind von guter Qualität und schön gestaltet. Sie sind unterteilt in die sogenannten Kampfkarten (Schiffe, Personen und Truppen), die Aktionskarten sowie jeweils einen Planeten. Die Kampfkarten zeigen, zu welcher Fraktion sie gehören, einen individuellen Namen, ein entsprechendes Bild,je einen Kampfwert gegen Schiffe, Personen und Truppen, nähere allgemeine Informationen und eventuelle Besonderheiten. Die Karten sind übersichtlich gestaltet, lediglich die Texte sind für den einen oder anderen vielleicht etwas zu klein geraten.
Die Spielanleitung entspricht dem Format der Karten und umfasst acht Seiten. Auch hier ist die Schrift recht klein gehalten. Außerdem ist die Anleitung etwas unübersichtlich und nicht mit Beispielbildern versehen. Erst nach zweimaligem Durchlesen und einem ersten Probespiel werden die Regeln verständlich. Zusätzlich benötigt man zum Spielen einen sechsseitigen Würfel, der nicht enthalten ist.

Jeder Spieler übernimmt eine Fraktion und erhält die entsprechenden Karten, mischt diese und zieht verdeckt sieben Stück, die er auf die Hand nimmt. Seine Planetenkarte legt er offen vor sich hin. Der Spieler mit der "Erde"-Fraktion beginnt. Er muss zunächst versuchen, mit einem Schiff auf dem gegnerischen Planeten zu landen. Dazu wählt er ein Schiff aus seiner Hand aus. Der Gegenspieler wählt ebenfalls eine seiner Karten aus und beide decken gleichzeitig auf. Der eigene Kampfwert richtet sich nach dem Typ der Kampfkarte die der Gegner gespielt hat. Nun können beide noch entscheiden, ob sie zusätzlich eine Aktionskarte legen möchten. Anschließend würfelt jeder einmal mit dem Würfel und addiert das Ergebnis zu seinem Kampfwert. Gewinnt der Angreifer, so kann er seine Karte an den gegnerischen Planeten anlegen. Gewinnt der Verteidiger oder kommt es zu einem Unentschieden, gilt der Angriff als abgewehrt und die Karten werden abgelegt. Nun startet der andere Spieler seinen Angriff.
Liegt einmal ein Schiff beim gegnerischen Planeten, kann auch mit Personen oder Truppen angegriffen werden. Dabei muss der Angreifer immer sagen, mit welchem Typ er angreifen wird. Der Verteidiger kann sich entsprechend darauf einrichten.

Es gewinnt der Spieler, der eine bestimmte Anzahl von Angriffen erfolgreich durchführen konnte.

Die Besonderheit bei diesem Spiel liegt in den drei Typen Kampfkarten (Schiff, Person, Truppe) und deren Wechselwirkung in der jeweilige Kampfkraft. Eine Person ist zum Beispiel stark gegen andere Personen, jedoch meist nicht so gut gegen Schiffe. Truppen können auch schon mal gegen ein Schiff gut antreten. Der Verteidiger kann sich durch die Ansage des Angreifers entsprechend danach richten. Gut platzierte Aktionskarten, die einen selbst stärken oder den Gegner schwächen, bringen oft einen entscheidenden Vorteil.

Gut gelungen ist die Umsetzung der Inhalte der "Ren Dhark"-Romanserie. Die Leser werden viele Personen und Schiffe wieder erkennen. Das Spiel hat jedoch durch das Würfeln einen recht hohen Glücksanteil und für Vielspieler zu wenig Tiefgang. Gelegenheitsspieler müssen sich erst mal über die Regeln klar werden und haben vielleicht nicht immer einen Würfel griffbereit.

Obwohl es sich um ein "TradingCardGame" handelt, ist das Spiel mit einem Kartensatz spielbar und jedes Spiel enthält genau die gleichen Karten. Später sollen noch weitere Kartensets herauskommen.

Fazit
Das "Ren Dhark TradingCardGame" ist ein schön gestaltetes Kartenspiel, an dem Fans der "Ren Dhark"-Romanserie sicherlich ihre Freude haben werden. Aber auch nur diese werden bereit sein den hohen Preis von zwölf Euro für ein Kartenspiel mit nur 68 Karten zu bezahlen.




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