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Drizzt - Die Saga vom Dunkelelf 4 - Im Zeichen des Panthers
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 31.10.2007, Serie: Auditorium, Autor(en): Günther Merlau, u.a., Verlag: LAUSCH - Phantastische Hörspiele, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 9,99 Euro


Drizzt Do'Urden ist für einen absoluten Dunkelelfen-Fan wie mich natürlich ein extrem wichtiger Charakter, DER Held aus den Reihen dieser Rasse. Von daher sind die neuen Folgen aus dem Hause Lausch über die Abenteuer des Drow auf seinem Weg durch die Unterwelt der Vergessenen Reiche natürlich Pflichtprogramm.

In der vorliegenden Folge vier verlässt Drizzt zusammen mit seinem Freund, dem Tiefengnom Belwar Dissengulp, die Stadt der Gnome, um diese vor dem wandelnden Geist seines Vaters zu schützen. Dieser - beherrscht von der Macht der Hohepriesterin Malice Do'urden, Drizzts leiblicher Mutter - ist unbeirrbar auf der Jagd nach dem entflohenen Drow. Ständig auf der Flucht geraten die Freunde in immer neue Gefahren, bis am Ende Drizzt zur letzten Konfrontation mit seinem Vater zusammentrifft und eine folgenschwere Entscheidung trifft.

Die Saga vom Dunkelelf ist in meinen Augen die einzige ernstzunehmende Fantasy-Hörspiel-Serie in Deutschland. Allerdings muss man sich für eine eigene Bewertung auch ihre Herkunft vor Augen führen, denn die Vergessenen Reiche sind natürlich auch eine Welt für D&D, mit ganz klar daraus resultierenden Stärken und Schwächen. Die Autoren können auf einen großen Stamm von Standard-Kreaturen und -Hintergründen zurückgreifen, was sie auch reichlich tun. Im Hörspiel selbst werden diese Dinge nicht näher erläutert; lediglich im Booklet klären einige knappe Worte den Hörer darüber auf, worum es sich beispielsweise bei "Sichelschrecken" oder "Corbies" handelt. Trotzdem wird dies nicht reichen, um bei Nicht-Kundigen mehr als ein unscharfes Bild zu erzeugen. Auch fehlen einige zentrale Begriffe, so dass bei manchen Zuhörern Unklarheiten verbleiben könnten. Auch die Begebenheiten, die die beiden Helden Drizzt und Belwar erleben, erscheinen immer wieder wie stark verkürzte D&D-Abenteuer. Seine stärksten Momente hat das Hörspiel hingegen, wenn es sich aus dem Korsett des Rollenspiels löst und freier fabuliert.

Wie schon üblich bei Lausch, können Neueinsteiger sich in den höheren Folgen einer Serie nur schwer zurechtfinden und sollten auf jeden Fall den Weg über die ersten drei Folgen hierher suchen.

Technisch gibt es wieder einmal kaum etwas zu mäkeln, obwohl einige der verwendeten Musiktitel (oder eher die Art ihrer Orchestrierung) sehr unnatürlich klingen. Auch gefällt mir die Intonation von Tobias Meister als Drizzt nicht immer; seine Sprechweise erscheint mir an einigen Stellen einfach zu gekünstelt, um echt oder natürlich zu wirken. Aber das sind kleinere (oder sogar kleinliche) Minuspunkte, die den guten Gesamteindruck kaum schmälern können.

Wer die ersten drei Folgen der Saga vom Dunkelelf kennt, kann auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen; alle anderen sollten sich eher an der ersten Folge versuchen.




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