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Chez Genius
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 15.09.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Alain H. Dawson, Jon Darbo, John Kovalic, Steve Jackson, Andrew Hackard, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 12,95 Euro


Ihr seid Studenten? Ihr wohnt in einer WG? Ihr wollt irgendwann trotz des aufregenden Studentenlebens euren Abschluß machen? Keine leichte Sache, besonders, wenn man sich trotzdem mal entspannen will. Aber zum Glück kann man ja schon mal im Spiel üben, denn mit "Chez Genius" hat Pegasus Press nun die deutschsprachige Studentenversion des WG-Kartenspieles "Chez Geek" veröffentlicht. Das Original wurde vom amerikanischen Spieleverlag Steve Jackson Games entwickelt.

Anders als im Ursprungsspiel wählt man bei Chez Genius nicht den eigenen Job aus, sondern entscheidet sich für einen Studiengang. Wählen kann man zwischen Sport, Biologie, Informatik, Psychologie, sowie Pädagogik, Wirtschaftswissenschaften und Jura. Ziel der Spieler ist es natürlich, wie bei "Chez Geek", die maximale Entspannung, ihr Slackziel, zu erreichen. Zu schaffen ist das fast ausschließlich durch die Teilnahme an studentischen Aktivitäten und die Anhäufung studententauglicher Besitztümer.
Beliebt bei Studenten sind natürlich Veranstaltungen wie das Campus-Fest, Schäferstündchen in der Mensa, Einkäufe für Studentenpartys oder gar der Raub des Uni-Maskottchens. Aber bei all diesen anstrengenden Aktionen sollte man auch eher ruhige Aktivitäten, wie Schlafen, Surfen im Internet oder das Gucken verschiedener Fernsehsendungen wahrnehmen, um sich zu entspannen.
Wer ein guter Student sein und ein erfülltes studentisches Leben führen will, braucht natürlich so verschiedene Gegenstände wie diverse Alkoholika, Tiefkühlpizzen, Bücher oder Zigaretten und Gras.
Aber was wäre das Studentenleben, wenn nicht auch mal Unvorhergesehenes passieren würde? Genau, ziemlich langweilig! Für solche Fälle gibt es aber zum Glück Situationen wie Abschlußparties, Exkursionen, das gefürchtete Examen oder Zwischenprüfungen. Wer Pech (und boshafte Mitspieler) hat, auf den wartet schon mal ein Wochenende in der Ausnüchterungszelle, die versteckte Kamera im Schlafzimmer oder eine Alkoholvergiftung.
Wer nun glaubt, das sei schon alles, der liegt allerdings falsch, denn schließlich kann jederzeit Besuch hereinschauen, ob nun der Lebensabschnittspartner aus dem Heimatort, der stinkreiceh Schnösel, die Vermieterin oder (oh Graus!) die Professorentochter!

Die kleine Pappschachtel enthält 118 vollfarbige Karten, die, wie auch schon bei "Chez Geek", von John Kovalic illustriert wurden. Die Karten sind aus handelsüblichem Material und im Aufbau schnell überschaubar.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und schnell zu erlernen. Wie die meisten Kartenspiele aus dem Hause Steve Jackson Games ist auch "Chez Genius" ein recht schnelles Spiel, das sich auch problemlos mit dem Vorgänger "Chez Geek" kombinieren lässt. Neben den witzigen Illustrationen von Kovalic machen auch die kurzen Zitate auf den Karten einen Gutteil des Reizes an diesem Spiel aus.

Wer Student ist, oder war oder einmal werden will und noch dazu das Leben in einer WG kennt, dem sei "Chez Genius" wärmstens empfohlen.




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