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Envoyer 7-8/2007
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 09.10.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 66, Erschienen: 2007, Preis: 1,80 Euro


Nach etwas Eigenwerbung ermutigt der Chefredakteur André Wiesler im Editorial des aktuellen Envoyers auf schöne Art und Weise die Leser, vom Alltag abzuschalten und in eine der vielen Rollenspiel-Welten abtauchen. Genau dabei werden sie vom Envoyer unterstützt.

Neben den News gibt es natürlich auch wieder einige Rezensionen. Diese umfassen:
- DSA: "Ehrenhändel", Abenteuer-Anthologie
- Classroom Deathmatch, Regelwerk
- DSA: "Herz des Reiches", Regionalband
- Bounty Bay, ein Piraten-MMORPG-Erlebnisbericht

Außerdem hat das Ehepaar Wiesler ein paar ältere Hörbücher und Hörspiele ausgekramt, für den Leser kurz zusammengefasst und bewertet. Sehr hilfreich ist dabei die Einschätzung der jeweiligen Spielbarkeit für Rollenspieler.

Der größte Artikel dieser Ausgabe ist das Mondagor-Abenteuer "Überfall" von Raphael Zähringer. Es beschreibt einen spannenden Zwist zwischen verschiedenen Handelshäusern, in den die Wanderer hineingeraten, und bietet eine abwechslungsreiche Handlung. Die Geschichte lässt sich auch wunderbar in andere Systeme übertragen. Der Autor gibt sogar einige Anregungen dazu. Sehr hilfreich ist der Anhang , der neben den Personen auch eine Zeittafel und eine Wegstrecke enthält, so dass der Spielleiter nie den Überblick verliert. Einzig die Grafiken wirken etwas dunkel und comichaft.

"Hasenfuß" ist eine Kurzgeschichte von André Wiesler, die vor dem Hintergrund seines neuen Romans "Hexenmacher" spielt: Ein Bauer macht sich auf die Suche nach seiner Jagdbeute und muss feststellen, was für Folgen es haben kann, wenn man seine Familie bisher vernachlässigt und nicht ausreichend versorgt hat. Die tollen Zeichnungen von Chrissi Schlicht passen wunderbar zu der düsteren Atmosphäre. Im Anschluss folgt dann gleich ein Preisausschreiben, in dem es zehn Exemplare des neuen Romas zu gewinnen gibt.

Bei "Wie Fekol die Mondlaterne stibitze und die Nacht verschönerte" handelt es sich um ein zwergisches Märchen aus Aventurien. Es erzählt davon, wie Angrosch die Welt erschuf und sein Bruder Fekol diese auf charmante Art mit den Gestirnen verschönerte. Das Ganze wird untermalt von einer ansprechenden Zeichnung von Liane Vogel.

In einem Interview berichtet Christian Günter von der Neuauflage seines Romans "Under the black rainbow". Gleichzeitig stammt das aktuelle Coverbild des Envoyer von ihm. Natürlich dürfen in dieser Ausgabe "Die Weltenretter" nicht fehlen. Der Comic veranschaulicht gekonnt und auf lustige Art, wie schwer das Heldenleben sein kann.

"Das Dorf Lif Arin" ist ein Szenario von Daniel Theveßen. Es liegt in einem Tal mitten in der Wüste. Die Bewohner hausen meist in geplünderten Begräbnishöhlen und ihr raues Leben wird von einem skrupellosen Zwergen beherrscht, der Sklaven für seine Mine arbeiten lässt. Es werden einige wichtige Personen beschrieben und viele Ideen für mögliche Abenteuer geliefert.

Zum Abschluss gibt es noch einen Larp-Erlebnisbericht eines Assassinen, der beschreibt, wie schwer eine anfangs einfach aussehender Auftrag und wie spannend eine doch zunächst unscheinbare Rolle sein kann.

Fazit:
Bei dem vorliegenden Envoyer handelt es sicht wieder mal um eine gelungene Ausgabe des Rollenspiel-Magazins. Es bietet professionell aufbereitet viel Material zu einem fairen Preis. Schade, dass es diese kleine aber feine Heftchen nicht mehr lange geben wird.




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