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Phase X - Das Magazin für Phantastik Ausgabe Nr.3
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 04.08.2007, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Atlantis Verlag, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 6,90


Nachdem Phase X bereits die Helden und Antihelden, sowie die vergessenen Perlen der Phantastik behandelt hat, begibt sich das Magazin mit seiner dritten Ausgabe "Per Anhalter durch die Phantastik". Die Themenauswahl ist erneut bunt gemischt und zieht sich quer durch Genres. Auf den mehr als hundert Seiten im Din-A5-Format des Magazins findet sich zum Beispiel ein Bericht über Arkham, jenen Ort, den Lovecraft in mehreren seiner Geschichten beschrieb und der seitdem in zig weiteren Medien Verwendung fand, ebenso wie Innsmouth, welches in einem anderen Artikel ausführlich vorgestellt wird. Aber auch weitere Orte werden ganz im Sinne des Titelthemas der Ausgabe bereist. So wird über Coruscant berichtet, jenem von Städten bedeckten Planeten, der als Zentrum des Star Wars-Universums gilt. Oder Nimmerland, das märchenhafte Reich, in dem Peter Pan seine Scherze ausheckt, sowie Metropolis, der deutsche Klassiker der Stummfilmzeit, welcher für eine unüberschaubare Zahl von Publikationen, Filme und Comics stilistisch wegweisend war und ist. In gleicher Weise wird über ein kleines, unbeugsames Dorf von Galliern berichtet, über die Raumstation Babylon 5, die unglaublichen Reisen des Käpt'n Blaubär nach Zamonien, Lilliput, Atlantis, Central City und das Auenland.

Jeder der Artikel ist umfassend recherchiert und sehr gut zu lesen, auch wenn der Autor des Atlantis-Artikels sich selbst als Alt-Atlanteaner ausgibt und aus dieser Perspektive über die verschiedenen Interpretationen "seiner" Heimat durch den Menschen berichtet, was ein wenig albern wirkt. Den Autoren gelingt es sehr gut Interesse an den vorgestellten Comics, Büchern und Filmen zu wecken. Die Artikel machen einfach Lust auf mehr und begeistern den Leser für die vorgestellte Sache, ohne dabei reißerisch oder unkritisch zu sein.

Die optische Gestaltung ist jedoch eher zweckmäßig und schlicht, wenn auch nicht hässlich. Leider ganz im Gegenteil zum Cover, welches mit seinen rosa Städten nicht gerade attraktiv wirkt und dem Inhalt des Magazins leider nicht gerecht wird. Die Pfalz macht es bisweilen etwas schwierig, die mittigen Texte zu lesen, jedoch niemals so schlimm, dass man die Bindung aufbrechen müsste, um weiterlesen zu können. Leider bekommt das Magazin auch sehr leicht Stoßkanten, so dass man es pfleglich behandeln sollte, wenn man lange davon habe möchte.

Fazit: Von diesen rein technischen Formalia abgesehen, ist das Magazin jedoch inhaltlich herausragend, auch wenn mich die dritte Ausgabe nicht so begeistern konnte wie noch die zweite über die vergessenen Perlen der Phantastik. Phase X ist und bleibt eine absolute Empfehlung für Freunde der Phantastik. Preis und Aufmachung mögen zwar zunächst abschrecken, doch sind die Artikel durchgängig hervorragend recherchiert und sehr angenehm zu lesen.




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