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Die Schwarze Sonne 4 - Vril
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 17.09.2007, Serie: Auditorium, Autor(en): Günther Merlau, Verlag: LAUSCH - Phantastische Hörspiele, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 9,99 Euro


Ich könnte eine Kurzform dieser Rezension schreiben: sie wäre in weiten Teilen ein Verweis auf die Besprechung von Teil drei der Reihe Die Schwarze Sonne, Weisses Gold. Das Drehbuch dieses neusten Teils der Hörspiel-Reihe aus dem Hause Lausch bleibt weiterhin ein Konglomerat verschiedener übernatürlicher Elemente in verschiedenen Zeitebenen. Die Zusammenhänge der Handlung erschließen sich dem Hörer nur teilweise, doch wenigstens bekommt er diesmal einige weiterreichende Andeutungen, worum es den Handelnden jeweils geht.

Vieles spielt diesmal zur Zeit der Nazis und ihrer bizarren okkulten Experimente, doch auch der heutige Bundesnachrichtendienst scheint sich mit allerlei (Pseudo-)Wissenschaften zu befassen, wenn man dem Hörspiel Glauben schenkt. Auffällig ist dabei vor allem, dass sich die Hintergründe mit größerer Annäherung an die Jetzt-Zeit immer "erklärbarer" und weniger magisch-okkult gestalten.
Wiederum wird jedoch wenig erklärt, und ich gebe zu: Bei aller Faszination für Verschwörungstheorien und Geheimgesellschaften fühlte ich mich hier seltsam ausgegrenzt, so als würde ich ständig wichtige Hinweise übersehen, nicht begreifen, worauf sich einzelne Aussagen der Charaktere beziehen oder welche Hintergründe es neben den mir bekannten noch geben könnte. Das macht das Zuhören bisweilen zu einem schwierigen Unterfangen. Trotzdem konnte ich mich der Faszination der sorgfältig recherchierten Geschichte nicht entziehen, denn zumindest einige Punkte schienen langsam klarer zu werden. Und das, obwohl mit fast jeder Erklärung gleich wieder zwei neue Fragen aufgeworfen werden.

Generell fällt es schwer, eine einzelne Rezension zu einem Hörspiel dieser Serie zu schreiben, denn die enthaltene Geschichte gehört zu eindeutig zusammen, und dies gilt insbesondere für die Teile drei und vier. Viele Handlungselemente bauen aufeinander auf, erklären sich gegenseitig oder deuten dies zumindest an. Und doch endet auch dieses Hörspiel zu früh, mitten in der Geschichte, ohne dass die Handlung in irgendeiner Weise zu einem Abschluss gekommen ist. Kein Wunder, denn Teil fünf mit dem Namen Akasha lauert schon am Horizont.

Wie immer, möchte man sagen, ist das Hörspiel technisch praktisch ohne Makel, mit vielen bekannten Sprechern, guten Sound-Effekten und spannungsgeladener Musik.

Vril ist ein anstrengendes, aber auch lohnendes Hörvergnügen, doch ich gebe zu, am meisten freue ich mich darauf, mich irgendwann, wenn Die Schwarze Sonne zu Ende erzählt wurde, mit der kompletten CD-Sammlung zurückzuziehen und die ganze Geschichte hintereinander weg zu hören.




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