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Zeitalter der Entdeckungen
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 23.05.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Alfred Viktor Schulz, Verlag: Phalanx Games b.v., Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 19,95 Euro


Eine niederländische Firma veröffentlicht ein Spiel eines deutschen Autoren in mindestens vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch) - das ist Globalisierung pur. Allerdings muss ein Niederländer 20,70 Euro für das Spiel hinblättern, während ein deutscher Kunde hierzulande 0,75 Euro weniger zahlt. Das sind aber abgesehen vom Titel (in anderen Länder heißt das Spiel meist übersetzt "Im Namen des Königs") schon alle Unterschiede.

Das Spiel wartet mit einer stimmungsvollen Gestaltung und einer passenden Hintergrundgeschichte auf: Im 15. und 16. Jahrhundert schicken die großen Königshäuser Europas Entdecker und Eroberer auf Seereisen, um in ihrem Namen in entlegenen und bisher unbekannten Gebieten neuen Einfluss und neue Kolonien zu gewinnen. Ohne geeignete Schiffe wäre jede Fahrt zum Scheitern verurteilt. Die Herrscher überlassen diese kostspielige Angelegenheit aber lieber privaten Geldgebern.

Die Spieler übernehmen die Aufgabe, die Reisen der großen Entdecker wie Kolumbus und Magellan auszustatten. Sie kaufen Schiffe und teilen sie taktisch geschickt den Erfolg versprechenden Entdeckungsreisen zu. Damit lassen sich Siegpunkte erzielen. Das nötige Geld kann man bekommen, wenn man mit den eigenen Schiffen zusätzlich Handelsaufträge annimmt. Am Ende gewinnt der Spieler, der durch taktisch geschicktes Ausstatten der Entdeckungsreisen und das Erfüllen seines Sonderauftrags die meisten Siegpunkte sammeln konnte.

Taktgeber für das Spiel sind Kartenstapel, unter die einen Zwischenwertungs- und eine Endwertungskarte gemischt werden. Werden sie gezogen, findet je eine Siegpunkteverteilung statt. Die erzielten Punkte werden auf einer Tafel angezeigt. Dieses Prinzip ist schon sattsam von zahlreichen anderen Spielen bekannt und hat sich bewährt.

Die Ausstattung von "Zeitalter der Entdeckungen" zeigt sich dem Preis durchaus angemessen: Holzspielsteinchen, Pappkarten und -münzen sowie hochwertige Spielkarten garantieren langen Spielspaß, den man schon mit zwei Personen in rund 45 Minuten haben kann.

Fazit: Neu ist die grundsätzliche Spielidee nicht, aber solide, überschaubar und hinreichend variabel für viel Spielspaß. Und um was anderes als das geht es beim Spielen schon?




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