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Fürchterliche Feinde
Von Philipp Schmidt

Rezension erschienen: 05.03.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Friedemann Friese, Verlag: 2F-Spiele, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 22,40 Euro


"Fürchterliche Feinde" ist ein Spiel aus dem Hause 2F Spiele, mit dem Friedmann Friese die Trilogie über die Fee Fabula beendet.

Die Spielmaterialien bestehen aus Holz und hochwertiger Pappe, die auch mehrmaliges Spielen unbeschädigt über sich ergehen lässt. Die Zauberspruchkarten sind hingegen von höherer Empfindlichkeit. Die Zeichnungen auf den Karten, den Spielchips und den Pappspielfiguren sind detailreich und amüsant gestaltet. Die Spielanleitung ist mit vielen Beispielen und der kompakten aber dennoch sonnenklaren Schreibweise leicht zu verstehen.

Das Spielbrett zeigt die Kellergewölbe der Fluchburg des fiesen Fürsten Fiesos, durch die sich nun die Helden der Spieler Monster tötender Weise durchkämpfen müssen. Der Spielaufbau dauert etwas länger, da fünfzig Monster nach ihrer Stärke sortiert und die Kraftchips auf die Räume verteilen werden müssen.
Mit jedem getöteten Monster erhalten die Spieler Weisheit und Gold. Die Weisheit benötigen die Helden, um Monster zu töten. Das Gold wird am Ende des Spieles wichtig, da nur dem reichsten der Helden die Ehre zuteil wird die Fee Fabula zu freien.
Natürlich kann ein Spieler auch den Kampf gegen ein Monster verlieren, dies geschieht, wenn der Spieler keine Kraftchips mehr hat, um die Differenz nach dem Würfeln der zwei Kampfwürfel zu bezahlen. Bei den Würfeln selber handelt es sich um speziell für das Spiel angefertigte Exemplare. Der Würfel für das Monster ist rot und geht von zwei bis vier. Der Würfel für den Helden ist grün, geht von eins bis drei und wird von dem Monsterwürfel abgezogen.
Die zweite Möglichkeit einen Kampf zu verlieren ist, dass das Monster einen höheren Wert in Stärke als der Held des Spielers in Weisheit hat. Natürlich stirbt der Held nicht, wenn er einen Kampf verliert, er bekommt nur eine geringere Belohnung.
Jede Runde entscheidet sich der Spieler, ob er sich bewegt und kämpft, sich die doppelte Anzahl von Feldern bewegt oder seinen Vorrat an Kraftchips auffüllt. Die Kraftchips werden nach jedem Kampf aus den neu entdeckten Räumen genommen, durch die Monsterchips ersetzt und auf das dazugehörige Feld platziert.
Das taktische Element liegt bei "Fürchterliche Feinde" darin, dafür zu sorgen, dass die Gegner nie mehr Kraftchips haben als man selbst. Mit dem passenden Zauberspruch kann man die Vorraussetzungen des eigenen Kampfes verändern, die Monster in andere Räume bewegen oder die Reichweite des eigenen Helden vergrößern. Außerdem kann man schwächere Monster töten, damit die "dümmeren" Helden nur noch zu starke Monster haben und verlieren, wodurch ihre Weisheit nicht so schnell anwächst.
Das Spiel endet, wenn der fiese Fürst Fieso und sein Handlanger Furunkulus den Helden zum Opfer gefallen sind.

Fazit:
Beim Lesen der Spielanleitung scheint das Spiel eher langweilig, was sich aber beim Spielen selber nicht bewahrheitet. Es ist auch schade, dass man mit den Zaubersprüchen nicht in die Kämpfe des Gegners eingreifen kann, um dann doch einen sicheren Sieg in eine Niederlage umzuwandeln. Aber im Großen und Ganzen ist "Fürchterliche Freunde" ein spaßiges und gut gestaltetes Spiel, mit dem man kurzweilige Abende verleben kann.




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