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ASH
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 17.10.2001, Serie: Belletristik, Autor(en): Lara Möller, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 409, Erschienen: 2001, Preis: 17,90 DM


Ash ist der charismatische, blonde und langmähnige Sänger der Metalband Devil´s Playground, die zügig nach oben strebt an die Spitze der Metalszene. Sogar der renommierte Metal-Guide interessiert sich für sie, das Label ist endlich bereit, mit ihnen eine Headlinertour durchzuziehen und die neue CD steht ganz oben – sprich: entweder man schafft den internationalen Durchbruch jetzt oder nie.

Doch Devil´s Playground stoßen mit ihren Texten, die von einem normalen Leben zwischen Menschen und Metamenschen handeln, bei den Policlubs sauer auf. Und Ash wird ziemlich auf dem Parke vermöbelt, während sein Trollleibwächter drinnen ein Bierchen schlürft. Aber Ash überlebt´s, was aber nicht ganz Zufall ist.

Denn wenn es Nacht wird in der Stadt... - ´tschuldigung, das war wohl Batman. Nein, Ash ist nämlich Quickshot, ein absolut heißer Runner.

Sein Doppelleben, von dem niemand bisher etwas weiß, führt ihn nach Washington zu einem Run gegen McGregor Industries. Der Run entpuppt sich zwar als Spaziergang, die Übergabe der Ware hingegen...

Insgesamt war ich von der Story sehr enttäuscht, obwohl die Doppelleben-Idee zwar nicht unbedingt neu ist, aber viel Potential. Doch sowohl McGregor als auch der Policlub agieren derart dilettantisch, daß man über die Zeit ihrer bisherigen Existenz wahrlich erstaunt ist.
Außer Ash/ Quickshot bleiben alle anderen Charaktere Stereotypen.
Einige technische Details, wie den Sinn und Zweck eines White-Noise-Generators, sollte man der Autorin auch noch mal verraten.
Zugute halten muß man der Story jedoch, daß der Hintergrund (die Metal-Szene) atmosphärisch beschrieben wird, so daß durchaus Stimmung aufkommt.

Insgesamt würd ich den Roman ins untere Mittelmaß der bisherigen SR-Publikationen einordnen, bei Heyne ist durchaus schon grottigeres erschienen.




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