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Die Schwarze Sonne II Böses Erwachen
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 03.04.2007, Serie: Auditorium, Autor(en): Günter Merlau, Verlag: LAUSCH - Phantastische Hörspiele, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 9,99 Euro


Nachdem der erste Teil der Reihe Schwarze Sonne aus dem Hause Lausch - Die weiße Schlange - ein wenig in der Luft geendet hatte, nimmt Böses Erwachen den Faden der Erzählung wieder auf.
Der junge Adam Salton ist nach seinen Erlebnissen in Teil eins immer noch in einer Art Katatonie gefangen und wird von seinem väterlichen Freund Nathaniel de Salis nach Paris gebracht, wo dieser den Autor Jules Verne trifft. Dem seltsamen Zustand des jungen Helden wird hier ein Ende gemacht, als er einen Mordanschlag auf den Autor verhindert (ohne dass erklärt wird, warum gerade dieses Ereignis die Veränderung auslöst).
Danach verzettelt sich die Handlung jedoch in einem undurchschaubaren Gemenge aus Freimaurertum, australischen Traumzeit-Mythen, Zeitreisen, geheimnisvollen "Toren", Wiederauferweckungs-Maschinen, übernatürlichen Wesen, die auf der Erde leben und zu denen scheinbar auch Nathaniel de Salis gehört, und anderen Geheimnissen. Die meisten dieser geheimnisvollen Dinge werden nur kurz angerissen, ohne dass der Hörer erfährt, was es wirklich mit ihnen auf sich hat. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich die vielen Andeutungen richtig einordnen konnte; vielleicht geht es teilweise auch um ganz andere Themen als die genannten.
Es passiert Vieles im Verlauf dieses Hörspiels, aber das große Bild, das sich daraus aufbauen soll, bleibt mir unklar. Vieles bleibt ungesagt, und zunächst habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht einfach nicht gut genug zugehört hatte, um die Geschehnisse zu verstehen. Doch auch nach einem zweiten Durchgang wurden die Fragezeichen nicht wirklich kleiner.
Positiv bleibt zu vermerken, dass die Produktion an sich diesmal über jeden Zweifel erhaben ist. Die Sprecher sind überzeugend, nur Konrad Halver überzieht die Rolle des Jules Verne teilweise etwas sehr. Musik und Effekte können jedoch nur als sehr gelungen bezeichnet werden.
Leider kann der Inhalt von Böses Erwachen mit diesem positiven technischen Eindruck nicht mithalten. Hier wurden zu viele Mysterien aufgebaut und zu wenige Erklärungen geliefert, so dass der Zuhörer eher verwirrt als neugierig zurückbleibt.
Es bleibt zu hoffen, dass der nächste Teil der Reihe wieder etwas von der Stimmung zurückbringt, die das erste Hörspiel verbreitet hat.




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