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Der Wächter im Dunkeln
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 22.12.2006, Serie: Auditorium, Autor(en): R.A. Salvatore, Günther Merlau, Verlag: LAUSCH - Phantastische Hörspiele, Seiten: laufzeit ca. 67 Minuten, Erschienen: 2006, Preis: 9,95


Alle guten Dinge sind drei – diese Weisheit gilt wohl auch für Drizzt, die Saga vom Dunkelelfen. Auch der dritte Teil, Der Wächter im Dunkeln, kann inhaltlich, von der Umsetzung und von der Produktion her überzeugen.

Drizzt ist aus Menzoberranzan geflohen und haust gemeinsam mit Guenhwyvar in den Tunneln des Unterreichs als Jäger. Doch seine Rothé-Herde und sein Frieden mit dem Mykoniden wird von einem anderen Jäger bedroht, einem Basilisken. In Menzoberranzan selbst kommt es zum Überfall der Hun’ett auf das Haus Do’Urden und mittendrin Jarlaxles Söldner, die sich großzügig von beiden Seiten entlohnen lassen. Allerdings sind die Do’Urden auch auf der Suche nach ihrem entlaufenden Sohn, um die Gunst Lolths zurückzuerlangen.

Erneut ist es gelungen, die reichhaltige Action des Romans, genauer der ersten Romanhälfte (man folgt der Spittung der deutschen Bände), wieder in hochqualitative Hörspielform zu pressen. Die Geschichte bietet wieder einiges: die Auseinandersetzung in Menzoberranzan, die intrigant-weisen Entscheidung der Oberin Baenrae, die Verfolgung von Drizzt durch die Do’Urdens und die Geschehnisse in Blindgenstein, jede Minute passiert etwas und nie kommt Langeweile auf.

Den Sprechern kann man nur Respekt aussprechen. Sie verleihen dem Unterreich ein Gesicht; an der Spitze Tobias Meister als Drizzt, der zugleich als Erzähler fungiert. Aber auch eine ganze Reihe von weiblichen Stimmen des Dunkelelfenmatriachats, mal keifend, mal aggresiv, mal dumpf-brutal, mal intrigant-intelligent, mal laut, mal leise und mit Untertönen, liefern eine erstaunliche Bandbreite ab. Dass die Umsetzung gelungen ist, merkt man auch, wenn von Menzoberranzan auf Blindgenstein umgezappt wird. Die Art zu sprechen ist sofort eine andere...

Die Geräusche und Soundeffekte kommen nicht zu kurz, kurze Zwischensounds und Melodien grenzen die Szenen neben dem Einblender der Erzählerstimme voneinander ab. Türenquietschen und Schritte gibt es neben Schwertergeklirr dort, wo es nötig ist. Schließlich gibt es auch geölte Türen und leise Elfen...

Das Drumherum passt wieder wie die Faust aufs Auge. Ein Motiv des Drizzt-Comics als Cover, innen einige Bilder von Todd Lockwood und Joel Thomas. Verwunderlicherweise ist das zweite Innenmotiv Drizzt im bevorstehenden Kampf gegen fliegende Illithiden, aber dafür ist das erste gut gewählt: Drizzt und Guenhwyvar auf Erkundungstour. Die CD mit einer Länge von 67 Minuten ist ebenfalls mit dem Cover bedruckt und macht was her. Insgesamt hat die Ausstattung also wieder die Höchstnote verdient.

Fazit: Der dritte Teil ist der letzte für 2006 und läßt darauf hoffen, dass es 2007 fix weitergeht. Die Romane sind gelungen, stimmig und atmosphärisch umgesetzt. Ob mit oder ohne Vorkenntnisse: ein Hörgenuss.




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