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Wo ist das Gehirn?
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 30.03.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Mario Truant Verlag, Seiten: , Erschienen: 2000, Preis: 7,95 €


Die Hölle hat sich aufgetan, die Welt wurde von Zombies überrannt, welche nichts im Sinn hatten, außer Dich zu einen von ihnen zu machen. So weit, so gut. Das hat geklappt. Als aber die erste Begeisterung der neuen Weltherrschaft verflogen ist, gesellten sich alle wieder in ihre Häuser und gingen ihrer alten Arbeit nach. Ebenso Du. Doch der Job im "Friedeys", dem Fastfood Schuppen der Verdammten, ist die Arbeit nicht immer so hirnlos, wie man es gerne hätte. Manche der Aufgaben erfordern tatsächlich Hirn, doch das ganze halbverweste Schnellrestaurant hat leider nur ein einziges. Und bitte nicht fallen lassen...

"Wo ist das Gehirn" ist ein Klassiker aus den USA, welcher so trashig billig ist, dass er dort in einer Plastiktüte verkauft wird. Truant macht sich immerhin die Mühen eine Pappbox darum zu zimmern und so den "Origin" Preis für das "Beste traditionelle Kartenspiel 1997" abzusahnen. Gut so, denn so schlecht die Karten auch aussehen, haben sie doch einen gewissen B-Movie Charme, welcher die Handlung noch zusätzlich unterstützt. Jeder Spieler ist ein Mitarbeiter im "Friedey‘s", doch dieses hat nur ein Gehirn. Jenes wird durch einen nicht enthaltenen Würfel (macht Truant gerne - dadurch wird das Spiel billiger, was dem Kunden entgegen kommt) repräsentiert. Pro Runde hat man zwei Hände zur Verfügung, mit denen man entweder zwei Einhand– oder eine Zweihandaktion durchführen kann. Das heißt im Klartext eine oder zwei Karten ausspielen. Wer als erstes alle Karten weg hat, ist der Siegerzombie. Gewinnen kann man aber nur mit Hirn. Dieses hingegen will jeder haben und somit versucht man mittels Karten dem jeweiligen Besitzer dazu zu bringen es fallen zu lassen. Er selbst kann dies aber auch verursachen, denn manche Aufgaben erfordern Hirn und wenn man diese nicht schafft, verliert man das Denkorgan ebenso. Hirnaufgaben vollziehen sich durch würfeln des Selbigen. Das Ergebnis muss dabei stets gleich öder höher als der angegebene Geschickwert der Aufgabe sein. Knifflig wird das Spiel dadurch, dass man keine Karten ohne Effekt ablegen darf und so gibt es natürlich auch Karten, die einem ganz und gar nicht in den Kram passen, welche aber weg müssen um zu gewinnen. Man sieht schon, das Zombiedasein ist im Fastfoodbereich kaum besser als das menschliche.

Fazit: Günstig, trashig, kultig!




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