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Kabale & Hiebe
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 12.12.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Lutz Stepponat, Verlag: Hans im Glück Verlags-GmbH, Seiten: , Erschienen: Oktober 2006, Preis: 17,95 Euro


"Kabale und Hiebe" erinnert vom Titel her an Schillers berühmtes Drama "Kabale und Liebe" und hat mit ihm zumindest die Zeit, in der es spielt, und die Direktheit gemein. Es geht um die Ränkespiele von Fürsten (Kabale) um die Macht, bei denen sie sich verschiedener Verbündeter als Werkzeuge bedienen (da gibt es dann auch manchmal Hiebe).

Der Spielmechanismus selber ist konventionell und schon von anderen Kartenspielen bekannt. Die Spieler müssen mit ihren Verbündeten Zielkarten erobern. Die Werte der Zielkarten werden am Ende verrechnet und ergeben den Sieger.

Genauer geht das so: Jeder Spieler wählt einen Satz mit 25 Verbündetenkarten und nimmt drei davon verdeckt auf die Hand. Die Zielkarten (36 Stück aus den Bereichen Alchemie, Fechten, Ackerbau, Handel, Religion und Musik - mit Werten von 1 bis 6) werden gemischt und als verdeckter Stapel abgelegt. Die Spieleranzahl bestimmt hier die Gesamtzahl der Zielkarten (sechs pro Spieler).
Gespielt werden sechs Runden, wobei zu Beginn jeder Runde so viele Zielkarten aufgedeckt werden wie Spieler teilnehmen. Dann legt jeder Spieler reihum eine Einflusskarte unter eine Zielkarte seiner Wahl und zieht danach eine Karte aus seinem Verbündetenstapel nach. Sind alle Zielkarten erfüllt (eine Karte mit Wert 3 muss zum Beispiel mit drei Verbündetenkarten belegt sein, eine mit Wert 4 mit vier Karten), endet die Runde. Danach wird nachgesehen, welcher Spieler bei welcher Zielkarte insgesamt den höchsten Wert an Verbündetenkarten liegen hat. Dieser gewinnt die Karte und legt sie vor sich ab. Alle benutzten Verbündetenkarten wandern auf den eigenen Ablagestapel und werden bei Bedarf wieder gemischt und zum neuen eigenen Vorratsstapel.
Am Ende steht dann noch die Berechnung der Siegpunkte.

Verfeinert wird das Spiel durch ein paar besondere Wertungsrechnungen und vor allem durch die Sonderfähigkeiten der Verbündetenkarten (Entdecker, Meuchler, Sturm, Tarnkappe, Musketiere, Hexe, Doppelgänger, ...). So kann beispielsweise der Verräter eine Zielkarte auf dem Tisch gegen eine andere offen ausliegende Zielkarte tauschen. Bei der Berechnung der Siegpunkte am Ende kann das entscheidend sein.

Fazit: "Kabale und Hiebe" ist kein sonderlich innovatives Spiel, aber es ist schnell, lässt sich schon mit zwei Spielern spielen (und macht dann auch Spaß) und ist zudem stimmungsvoll mit guten Bildern aufgemacht. Ebenfalls nicht zu vergessen ist der Service der Herstellerfirma, die nach einer Registrierung des Spiels kostenlos Ersatz für verlorene Spielteile liefert. Insgesamt empfehlenswert!




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