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Die Schatztaucher
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 02.03.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Reiner Knizia, Verlag: Schmidt Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: Oktober 2006, Preis: 19,95 Euro


Die Schatztaucher ist ein geheimnisvolles Unterwasserabenteuer für zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren. Die Spieler tauchen dabei nach versunkenen Schätzen. Je tiefer sie tauchen, um so wertvoller werden die Funde. Jedoch kann ihnen auch schnell die Luft ausgehen oder sie werden von Seeungeheuern vertrieben. Wer am Ende die wertvollsten Schätze sammeln konnte, gewinnt.

Das Spielmaterial besteht aus einem länglichen Spielplan, zwei Würfeln, 50 Schatzplättchen, je sieben Wrack- und Bonusplättchen sowie einer Schatz-Lampe. Die Würfel tragen jeweils die Zahlen eins bis vier und zwei mal ein X. Die Plättchen sind alle aus stabiler Pappe, auf denen entweder Schätze, Seegras, Seeungeheuer oder ein Tausch-Symbol abgebildet sind. Auf der Rückseite sind sie alle einfarbig - zunächst. Die Schatzplättchen haben nämlich eine Besonderheit: Wird die Rückseite mit der Schatz-Lampe angeleuchtet, erscheint ein Symbol, das die Art des Schatzes verrät. Die Lampe ist eine Schwarzlichtlampe, die genau über eine Schatzkarte passt und kurz so betätigt werden kann, dass alle Mitspieler das versteckte Symbol erkennen können. Der Spielplan zeigt fünf Bojen, an denen es immer weiter in die Tiefe geht, bis hinab zu einem Wrack. Das gesamt Spielmaterial ist sehr ansprechend gestaltet, hätte aber locker in eine halb so große Schachtel gepasst, wenn man den Spielplan noch zweimal gefaltet hätte.

Die Spielanleitung ist in mehreren Sprachen verfasst und umfasst jeweils zwei DIN-A4-Seiten. Zunächst ist sie etwas unübersichtlich und mit wenigen oder falsch platzierten Beispielen versehen. Die Regeln sind jedoch recht einfach und spätestens nach zweimaligem Durchlesen verstanden.

Zum Spielbeginn wird der Spielplan in der Tischmitte ausgelegt. Die Schatzplättchen werden verdeckt auf die dafür vorgesehenen Stellen im Unterwasserbereich des Spielplans verteilt. Die Wrackplättchen kommen auf das Wrack und die Bonusplättchen oberhalb der Wasserfläche. Die Lampe und die Würfel werden bereit gehalten.
Der jüngste Spieler beginnt und würfelt mit beiden Würfeln. Steht bei einem ein X, kommt dieser zur Seite. Zeigen beide Würfel ein X, hat man Pech gehabt. Der Spieler entscheidet sich nun für eine der offen liegenden Augenzahlen und sucht sich eine der fünf Bojen aus. Bei dieser wird der Tauchgang gestartet, indem man die Lampe entsprechend der Augenzahl nach unten rückt. Nun wird die Lampe gedrückt und die Spieler sehen das entsprechende Schatz-Symbol. Wie viele sich davon darunter verbergen, sieht man jedoch nicht. Der Spieler kann nun dieses Plättchen an sich nehmen und seinen Zug beenden oder er entscheidet sich tiefer zu tauchen und würfelt mit den verbliebenen Würfeln. Jedoch steigt damit auch das Risiko, wieder ein X zu würfeln. Kommt er allerdings unten bei dem Wrack an, darf er sich eines der wertvollen Wrackplättchen nehmen. Erscheint im Schein der Lampe ein Seeungeheuer, muss das Plättchen umgedreht werden. Der Spieler bekämpft diese mit den verbleibenden Würfeln. Gewinnt er, kann er das Plättchen an sich nehmen, was ebenfalls Punkte bringt. Verliert er, wird das Plättchen wieder umgedreht. In beiden Fällen endet der Zug für den Spieler. Wird ein Tauschsymbol gefunden, kann man es behalten, was zwei Punkte bringt, oder man gibt es einem Mitspieler und kann dafür einen seiner Schätze an sich nehmen. Verbirgt sich hinter einem vermeintlichen Schatz Seegras, so ist dieses leider wertlos.
Hat ein Spieler eine gewisse Anzahl von einer Schatzart (auch Seegras) gesammelt, darf er sich zusätzlich eines der Bonusplättchen nehmen, was jeweils fünf Bonuspunkte bringt.
Das Spiel endet, wenn eine Plättchensorte auf dem Spielplan nicht mehr vorhanden ist. Wer die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.

Was sich zunächst etwas langweilig anhört, entpuppt sich als kurzweiliges Spielvergnügen, und das nicht nur für Kinder. Zwar bringen die Würfel einen recht hohen Glücksanteil mit sich aber die Entscheidung, einen Schatz zu nehmen oder doch noch tiefer zu tauchen, macht das Spiel sehr spannend. Ebenso muss darauf geachtet werden, möglichst schnell als Erster viel von einer Schatzart zu haben, um das wertvolle Bonusplättchen zu erhalten. Da macht es enorm viel Spaß, die entsprechenden Schätze vor der Nase der anderen wegzuschnappen oder sogar mit einem Tauschplättchen das passende Plättchen bei einem Mitspieler zu klauen, die sich dann schön ärgern werden. Gerade dadurch macht das Spiel auch Erwachsenen Spaß und kann sogar ohne Kinder gespielt werden.
Zum Ende hin wird die Würfelei jedoch etwas nervig, da schon viele Schätze geborgen sind. Man ist gezwungen immer weiter zu würfeln, um überhaupt noch auf einem Plättchen zu landen und der Zug endet meist mit zwei X'en.

Fazit
Die Schatztaucher ist ein kurzweiliges Spielvergnügen für Groß und Klein, bei dem zum Ende hin jedoch etwas Langeweile aufkommt. Das Spielmaterial ist schön gestaltet und hochwertig angefertigt, die Schachtel leider etwas zu groß und die Idee mit der Schwarzlichtlampe wurde gut umgesetzt.




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