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StarShip Troopers: Das Miniaturenspiel
Von Marcus Pohlmann

Rezension erschienen: 01.12.2006, Serie: Tabletop, Autor(en): , Verlag: Ulisses Spiele, Seiten: 152, Erschienen: 2006, Preis: 19,95 Euro

Starship Troopers – Das Miniaturenspiel orientiert sich, wie der Titel bereits andeutet, sehr eng an den zwei dazugehörigen Spielfilmen und vor allem an der Animationsserie.
Für alle, die weder die Filme gesehen, noch das vorangegangene Buch von R. Heinlein gelesen haben, hier eine kurze Zusammenfassung der Rahmenhandlung:
In einer nicht näher definierten Zukunft hat sich die Menschheit über weite Teile des Sonnensystems ausgebreitet. Sie lebt mehr oder minder friedlich in einer Föderation, die sich um alle Belange des Lebens kümmert. Die Gesellschaft teilt sich in zwei Gruppen: die Zivilisten mit nur wenigen Rechten einerseits und auf der anderen Seite die Bürger, die sich diese Anrede und weitergehende Rechte durch Ableistung des Militärdienstes erworben haben.
In diese scheinbare Idylle platzt nun die Bedrohung durch die Bugs, oder auch Arachniden, die nach mehreren unbedeutenden Scharmützeln einen Angriff auf die Erde durchführen. Um dieser Bedrohung zu begegnen, ruft die Heeresleitung das Unternehmen "Die Straße zum Sieg" aus. Ziel ist es, die Heimatwelten der Arachniden zu finden und zu erobern. Zwischenzeitlich erscheint aber noch eine dritte Rasse, die Skinnies, am Rand der Galaxis und bedroht die dortigen Kolonien. An diesem Punkt steigt das Spiel in das Geschehen ein.

Das Regelwerk beginnt mit der fast schon obligatorischen Einführung, in der einige Worte zu Tabletop-Spielen im Allgemeinen und Starship Troopers im Besonderen gesagt werden. Danach bekommt der geneigte Leser einige Hintergrundinformationen über den Zustand der Föderation und den Krieg mit den Arachniden.
Daran schließt sich der Regelteil an, der zunächst den generellen Ablauf einer Spielrunde erläutert und ihn dann immer weiter in seine Details aufgliedert. Die eigentlichen Regeln sind recht unkompliziert und schnell zu erlernen. Trotzdem gibt es noch genügend Feinheiten, die das Spiel nicht zu einer reinen Würfelorgie verkommen lassen.
Grob gesagt, muss man mit seinem Nah- und/oder Fernkampfwurf eine von der Art des Gegners und der eigenen Ausrüstung abhängige Zielzahl erreichen. Ist diese Probe erfolgreich, steht dem Gegner ein Rettungswurf zu. Sollte dieser misslingen, verliert das Modell einen Lebenspunkt; war es der letzte, so wird es entfernt. Zusätzliche Flexibilität erhält das Spiel durch die Auswahl von heroischen Eigenschaften für die Anführer der Einheiten. Diese können einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang einer Schlacht haben. Zusammen mit der Möglichkeit, seine Truppen mit verschiedenen Waffen- und Munitionstypen auszurüsten macht das den taktischen Anspruch des Spieles aus.
Aufgelockert werden die Regeln durch immer wieder eingeschobene Zitate von und Interviews mit Armeeangehörigen. Erwähnenswert wäre noch, das bei Starship Trooperszwei verschiedene Würfel, sechsseitige (W6) und zehnseitige (W10), für Fertigkeitsproben und Schadenswürfe zur Verwendung kommen.

Im Folgenden werden die verschiedenen Truppentypen der Mobilen Infanterie und der Arachniden ausführlich beschrieben; selbstverständlich inklusive aller Werte und Regeln.
Es gibt ein große Auswahl verschiedener Modelle: Vom einfachen Infanteriesoldaten bzw. Käfer über hochspezialisierte Kampfanzüge bis hin zu gewaltigen Kriegsmachinen. Hinzu kommen noch die verschiedenen Ausrüstungsoptionen, um eine Armee optimal auf die Mission vorzubereiten. Das dritte Volk, die Skinnies, werden lediglich kurz am Rande erwähnt.
Wer nach einigen Spielen neue Herausforderungen sucht, kann die am Ende aufgeführten optionalen Regeln für den Kampf in der Luft, unter der Erde und in Gebäuden nutzen.
Der Rest des Buches besteht aus dem Index, Sonderfertigkeiten- und Waffentabellen sowie Kopiervorlagen für alle Schablonen, die während des Spieles zum Einsatz kommen.

Das Buch wird mit Sicherheit keinen Preis für herausragendes Design und überragende Optik gewinnen. Vielmehr wurde Wert auf einen logischen, funktionellen und übersichtlichen Aufbau des Bandes gelegt, was gut gelungen ist. Auch an der Übersetzung gibt es nichts zu beanstanden: die Texte sind alle stimmig und leicht verständlich umgesetzt worden.
Durch die vielen illustrierten Beispiele werden die meisten Regelfragen beantwortet, und der gut sortierte Index sorgt dafür, dass man seine Zeit nicht mit Blättern vergeudet.

Starship Troopers braucht den Vergleich mit der Konkurrenz also durchaus nicht zu scheuen. Wer auf der Suche nach einem schnellen, nicht übermäßig komplizierten Sci-Fi-Tabletop ist, wird hier fündig. Auch für große Schlachten eignet sich das Systems und der Hintergrund dieses Spieles bietet noch genug Raum für weitere interessante Erweiterungen.




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