Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Zeitschriften » Cthuloide Welten » Cthuloide Welten #11

Cthuloide Welten #11
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 29.11.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Frank Heller (Hrsg.), Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 98, Erschienen: 2006, Preis: 6,00 Euro


Die deutsche Chtulhu-Redaktion setzt schon lange Layoutmaßstäbe in der Szene. Und wie es aussieht werden die Jungs um Chefredakteur Frank Heller das auch weiterhin tun: Auch die 100 Seiten der aktuellen 11. Ausgabe der Cthuloiden Welten sind gestalterisch wieder vom Feinsten.

Der Inhalt steht der Gestaltung in nichts nach. Allein 27 Seiten sind dem Abenteuer "Ein Fund vom Meer" gewidmet, das als Einstieg zur Kampagne "Auf den Inseln" fungieren kann oder aber auch als einzelnes Modul. Es spielt in Norddeutschland, wo man unglücklicherweise einen Strandwächter - eine Wächterstatuette der Tiefen Wesen - gefunden hat. Und damit nimmt das Unglück seinen Lauf: Erst halten die Charaktere den jungen Mann bloß für paranoid. Aber als er nachts erneut panisch anruft, machen sie sich auf den Weg...
Neben den Fotos sind auch die perspektivischen Karten und die Handouts wieder ein zusätzliches Bonbon. Sie machen es leicht, einen stimmungsvollen Spielabend zu gestalten.

Da bei Cthulhu letztlich doch alles vom Wissen abhängig ist und das gerade in den Cthulhu-Stammzeiten 1890 und 1920 vornehmlich aus Büchern gewonnen wird, ist auch die folgende Schauplatzbeschreibung "Die Central-Bibliothek" sehr nützlich. Sebastian Weitkamp bietet die Möglichkeit, die Recherche nach Quellen einmal mit etwas mehr Leben zu füllen. Denn sein Artikel ist gleichzeitig ein Szenario für sich.
Rund 19 Seiten beleuchten alles Interessante rund um die Tätigkeit des Archäologen in den 1920ern näher, stellen bekannte Personen der Zeit vor, die Ausgrabungsorte und die technische Durchführung von Ausgrabungen, die Ausrüstung und vor allem die konkreten Adaptionen für das Rollenspiel.
Carsten Schmitt erinnert danach an Clark Ashton Smith, ein zu Unrecht in Deutschland kaum bekannter Zeitgenosse und Weggefährte Lovecrafts. Sein Werk ist auch für Cthulhu-Fans interessant.

Für Cthulhu Now eröffnet sich mit "Falsch verbunden" ein interessantes neues Kapitel. Es geht um Handys und ihre Rolle im Spiel. Dazu bieten die Autoren einige Abenteurideen, die dieses alltägliche Artfefakt in ein neues Licht rücken.
Den Abschluss macht Ralf Sandfuchs, der der Frage nachgeht, wie man mit freiwillligem oder unfreiwilligem Humor in einer Cthulhu-Rollenspielrunde umgeht, ohne die Spielatmosphäre zu belasten.
Neben all dem gibt es noch News, einen Cthulhu-Liverollenspielbericht, die Cthulhu-Geschichte von 1986 bis 1998 mit vielen unveröffentlichen Covern, ein Interview mit Adam Crossingham, dem Chefredakteur der Magazine "The Black Seal" und "Worlds of Cthulhu", und ein Comic.

Das Fazit fällt sehr kurz aus: Verdammt gut!




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.