Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Rollenspiel » Cthulhu » Der Tod in Aylesbury und Spielleiterschirm

Der Tod in Aylesbury und Spielleiterschirm
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 28.10.2006, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Heller, Schiemichen u.a., Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 48, Erschienen: 2005, Preis: 16,95 €

Dieses wunderschöne Produkt ist die konsequente Umsetzung der englischen Chaosium-Vorlage. Konsequent englischsprachige Titel zu übersetzen heißt bei Pegasus seit geraumer Zeit, sie um 100 Prozent zu verbessern – Respekt!
Der Schirm wurde um einen Flügel erweitert und dadurch hat auch endlich ein Abenteuer dahinter Platz. Das Layout wurde beibehalten und somit ziert eines der wohl eindruckvollsten Cthulhu-Farbbilder dieser Zeit die Rückseite.
Selbstverständlich hat der Schirm alles, was man braucht: Eine Seite dient dem Wahnsinn mit Phobien, Traumata und Beispielen für Stabilitätsverluste. Seite zwei handelt vom Kampf, mit Lichtverhältnissen, Panzerungen, etc. Darauf folgen eine Seite mit der Regelübersicht für Schusswaffen und die letzte Seite mit Verletzungen, einer Rundenübersicht für den Kampf und der sehr wichtigen Widerstandtabelle. Somit ist alles vertreten, was man sonst immer eine Weile lang im Regelwerk nachschlagen musste. Vielleicht wäre eine kleine Tabelle mit den gängigsten Waffen mit Werten noch sinnvoll gewesen.
Dafür gibt es aber eine dreiseitige Liste mit Zauberkurzbeschreibungen auf Glanzpappe gedruckt extra. Diese ist ebenfalls äußerst hilfreich und zudem noch schön anzusehen. Sie dient auch gerne mal als Anbau zum Schirm, wenn die Handouts wieder nicht enden wollen, oder man noch Platz für verborgene Gemeinheiten braucht.

Das Abenteuer "Der Tod in Aylesbury" ist eine Übersetzung des englischen "Death in Dunwich". Der Titel ist aber, wie so viele, längst vergriffen und hat also ein Recht auf die Reanimation.
Ein Bostoner Galerist heuert die Charaktere an, da ein mysteriöser Bekannter ebenso mysteriös von dannen ging. Möglicherweise hat das ja etwas mit einem seltsamen Bild zu tun, welches die lästige Angewohnheit hat seine Besitzer in den Selbstmord zu treiben. Aylesbury ist ein eigenartiges Nest mit eigenartigen Leuten und einem noch eigenartigerem Kunstmäzenen, der nie zu sehen und zudem aalglatt ist. Wie all diese Dinge in Zusammenhang stehen, gilt es herauszufinden
"Der Tod in Aylesbury" ist ein schönes Abenteuer mit viel Improvisationsspielraum, aber auch zum geradlinigen Durchspielen und zudem ein schönes Beispiel, dass alt nicht gleich schlecht oder gar banal heißen muss. Selbstverständlich dürfen am Ende die graphisch hochwertigen Handouts nicht fehlen, welche aber teilweise etwas verwirrend wirken oder die Spieler möglicherweise in falsche Richtungen führen könnten.

Fazit: Der Schirm ist ein Muss für jeden Fan. Ich lege ihn beim Leiten gar nicht mehr weg. Dass das Abenteuer quasi noch hintendran hängt, ist ein nettes Extra, das nicht enttäuscht (anders als so manche Sachen, die an Spielleiterschirmen anderer Verlage mit "dranbaumeln"). Das Paket darf in keinem cthuloiden Schränkchen fehlen.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.