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Aus Aeonen
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 20.10.2006, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Franck, Szachnoski, O´Connell, Bogdan, Heller, Köhn, Geisler, Maser, Oden, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 172, Erschienen: 2004, Preis: 16,95 €


Nach "Hinter den Schleiern" ist dies der zweite Abenteuer-Sonderband der "Cthuloiden Welten". Und gleich darf gesagt werden, hier gibt’s ordentlich was für Geld. Satte 175 Seiten Softcover im gewohnten Pegasus-Cthulhu Format, selbstverständlich wieder mit schönem Artwork. Das gute Stück ist eine Übersetzung des vor langem erschienenen "Strange Aeons" Chaosiums. Aber wie immer setzt Pegasus noch etwas drauf.

Der englische Titel verrät am besten, um was es in dieser Abenteuersammlung geht: Fremde Zeiten und Welten, oder sagen wir, für Cthulhu untypische Settings. Die Abenteuer sind im Band nach der jeweiligen Zeit geordnet, in der sie spielen. Mit "Der Blutsauger von Schwarzbrunn" steigen wir im finsteren Mittelalter ein, wobei die Möglichkeit besteht, das Sonderregelwerk "Cthulhu 1000 AD" zu verwenden. Das allerdings ist im Handel leider vergriffen. Zum Inhalt: In einem Dorf verschwinden Kinder. Warum hat es ein halbes Jahr gedauert, bis dies bekannt wurde, und hat das Kloster damit etwas zu tun?
"Garten der Lüste" katapultiert den Leser direkt in die Renaissance. Die Spieler verkörpern Mitglieder der Inquisition und untersuchen die angebliche Geburt eines zweiten Jesus.
"Die Zeit der dunklen Träume" spielt im Paris der 1890er. Der Bau der Metro ist im Gange, und die Charakter werden vom Schlaf abgehalten – magnifique!
"Fairy Tales" spielt 1920 an der Ostküste der USA. Haufenweise Iren wohnen da, und mit ihnen lebt auch der Mythos der Feen neu auf – aber ist das wirklich nur ein Mythos?
Als neuen Hintergrund liefert Pegasus noch die "Anderswelt" mit ihren mythischen Wesen. Im "Icarus-Projekt" bilden die Charaktere in ferner Zukunft einen Nachschubtrupp der Raumfahrt. Sie werden jedoch zu früh aus ihrem Tiefschlaf geholt und müssen sich im menschenfeindlichen Raum mit noch menschenfeindlicheren Dingen auseinandersetzen - zuerst aber einmal mit sich selbst.

Fazit: Mit "Aus Aeonen" kann man rundum zufrieden sein. Alleine die Zeitschienen machen das Buch unentbehrlich. Zudem warten die Macher wie immer mit hervorragenden Handouts auf. So finden sich beim Mittelaltersetting seitenweise handgeschriebene Pergamente oder bei "Fairy Tales" Auszüge aus einem Sagenband. Für alteingesessene Spieler, welche die Ära 1920 satt haben, bringt das Buch eine Menge Abwechslung. "H.P.Lovecraft’s Cthulhu" ist ein ein Spiel, welches sich gut in alle Zeiten einfügt, und das wird hier auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jedem Spielleiter, der etwas auf sich hält, sei dieser Band angeraten, zumal der Preis mehr als fair ist.




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