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Berge des Wahnsinns
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 19.10.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): H.P. Lovecraft, Verlag: suhrkamp Verlag, Seiten: 190, Erschienen: 1997, Preis: 7,50 €


Selbstverständlich handelt es sich hier geradezu um eine Pflichtlektüre für jeden Lovecraft-Fan, da dies einer der wenigen Romane von ihm ist. Aber Vorsicht an alle Spieler von "Beyond the Mountains of Madness" (Cthulhu Kampagne von Chaosium): Hier werden spannende Entwicklungen vorweggenommen!
Beschrieben wird eine Expedition, welche den Leser in die Antarktis führt. Da zu dieser Zeit das Gebiet um den Südpol nur in Fragmenten kartographiert ist, lässt es Lovecraft genug Platz, um seinen Mythos zu platzieren. Und dies tut er mit Bravour. Er erfindet eine Stadt in einem Gebirge, das weitaus höher als der Himalaja ist, und beschreibt die Antarktis mit all ihren Tücken. Langsam ahnt der Leser, was sich hier ereignete, welches Ereignis alles änderte und welch schreckliches Geheimnis in dieser verlassenen Stadt schläft.
Was man Lovecraft in dieser Geschichte zum Nachteil auslegen könnte, ist, dass er sehr dazu neigt Detailbeschreibungen bis ins Extreme auszureizen, was zuweilen zu Langeweile führt aber auf der anderen Seite eine klare Vorstellung schafft, wie gefundene Objekte aussehen oder wo sich Sachen befinden. Zudem soll somit eine Art Glaubwürdigkeit erzeugt werden.
Für diejenigen, die Lovecrafts Kurzgeschichten kennen, öffnet sich ein ganz neues Fenster, welches ein wenig Zusammenhang zwischen diversen Ereignissen und Wesen in Lovecrafts Universum herstellt und für allzu voreilige Cthulhu-Spieler und -Spielleiter bietet der Roman eine Möglichkeit zu erfahren, wie umfassend und gefährlich der Mythos wirklich ist.




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