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Artefakt #18
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 18.10.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Christoph Schubert, Stefan Eick, Christian Endres, oachim A. Hagen, Christian Langer, Julian Kierst, Chris Schlicht, Andreas Schuhmann, Ingo Schulze, Verlag: Förderkreis innovatives Spiel e.V., Seiten: 82, Erschienen: 2006, Preis: 4,30 Euro


Die Ausgabe 18 des Artefakt bietet wieder 84 Seiten gepflegte Dark Fantasy vom Feinsten.
Nach dem Vorwort folgen zunächst elf Seiten mit Rezensionen verschiedenster Produkte vom Zombie-Rollenspiel All Flesh must be eaten bis zu einer persönlichen Abrechnung mit dem Rezensionsexemplar des D&D-Onlinespiels Stormreach. Insgesamt durchaus fundiert und interessant geschrieben.
Auf den folgenden vier Seiten werden einige Klassiker des Science-Fiction-Films liebevoll beschrieben, gefolgt von einem Artikel über Cthulhu in Comics.

Nach soviel Rezensionen Lust auf etwas Spielbares? Kein Problem! Beginnen können wir mit einem Artikel über SWAT-Teams in der Welt von Shadowrun. Für mich weniger von der Regelseite her interessant, gefielen mir aber die offenbar gut recherchierten Informationen über SWAT-Teams an sich ausnehmend gut.
Mit dem Deadlands-Abenteuer Der Fänger im Roggen (nein, keine Angst, nicht nach Salinger) folgt eine interessante Mischung aus dem Film The Quick and the Dead und ein wenig typischem Deadlands-Grusel, bei der es lediglich einige Probleme im Aufbau gibt. Viele Dinge versteht man erst, wenn man die auch die hinteren Teile des Abenteuers gelesen hat, was das erste Durcharbeiten etwas mühsam gestaltet. Hier würde ich mir beim nächsten Mal eine etwas bessere Darstellung der Geschichte und ihrer Hintergründe wünschen.
Im folgenden Deep One's Digest werden vier Bücher aus der E.A.Poe-Reihe des Blitz-Verlags vorgestellt, sowie eins der immer empfehlenswerten Lovecraft-Hörbücher von LPL Records.
Der mechanische Gott für Star Wars ist ein interessant geschriebenes Abenteuer, das jedoch etwas an seiner wenig originellen, da aus einem der Filme abgekupfterten Grundidee leidet. Davon abgesehen aber mit Sicherheit ein spaßiger und abwechslungsreicher Flug durch das machtgefüllte Universum des George Lucas.
Schlüssel zum Geist für Cthulhu ist mein persönlicher Favorit aus diesem Artefakt, aufgrund seiner Idee ein wirklich einmaliger One-Shot für einige neue Charaktere, bei dem diese sicherlich (zu Recht) an ihrer Realität zweifeln dürften. Der Text ist sehr gut geschrieben, so dass man schon beim Lesen seine Freude hat und sich an vielen Stellen fragt, wie man diese oder jene Szene seinen Spielern am besten darstellt. Ich bin mir sicher, dass dieses Szenario irgendwann den Weg an unseren Spieltisch finden wird. Aber bei einem Abenteuer, das so eindeutig auf einer anderen Quelle basiert, wie in diesem Fall dem hervorragenden Film Identität, hätte ich auf jeden Fall eine Erwähnung eben dieses Vorbilds erwartet. Alle Spielleiter, die Schlüssel zum Geist irgendwann leiten wollen, rate ich auf jeden Fall, sich vorher diese DVD zu besorgen.
Das Artefakt schließt mit einer Vorstellung der mir bislang unbekannten Saramee-Romane aus dem Atlantis-Verlag sowie einer dazu passenden Kurzgeschichte, die mich allerdings nicht besonders angesprochen haben.
Das Artefakt zeigt mit dieser Ausgabe wieder einmal, dass es eine vielfältige und lesenswerte Lektüre für den einschlägig interessierten Fan darstellt. Von daher ist es sicherlich schade, dass die nächste Ausgabe erst in einem halben Jahr erscheinen wird und ebenso, dass sie vom Umfang her deutlich kleiner ausfallen soll. Aber ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf.




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