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Krieg der Welten
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 07.09.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): H.G. Wells, Verlag: Diogenes Verlag AG, Seiten: 352, Erschienen: 1974/ 2005, Preis: 9,90 €

H.G.Wells ist mit Jules Verne Vater des Science-Fiction und kein anderer Roman als jener 1898 veröffentlichte kann von sich behaupten, ganze Städte in Angst und Schrecken versetzt zu haben. Schuld daran war das Hörspiel, welches 1938 ausgestrahlt und auch vorher angekündigt wurde. Die Leute nahmen das, was sie im Radio hörten, für bare Münze und liefen schreien und betend auf die Straßen. Sie dachten das Ende der Welt sei gekommen.
Was sie hörten war die Geschichte, welche mit dem "Vorabend des Kriegs" begann...

England Ende des 19. Jahrhunderts, Astronomen beobachten seltsame Meteoriten, welche vom Mars aus in die Atmosphäre der Erde gelangen, doch dort entgegen aller Expertenmeinungen nicht verglühen, sondern in England nahe London einschlagen. Schnell sammeln sich Schaulustige um den Krater und es wird klar, dass es sich hier nicht um Gestein aus dem All, sondern um fremdes Leben handeln muss. Ein Hitzestrahl macht jedem durch die Vernichtung des Empfangskomitee verständlich, dass jene Wesen keine freundlichen Absichten haben. Experten und Bevölkerung glauben an ein schnelles Ende. Englands Artillerie schießt sich munter auf den Krater ein und muss zusehen, wie sich ein dreibeiniges Wesen daraus erhebt, welches in Kürze alles Leben der Umgebung vernichtet. Was folgt, ist Flucht. Heerscharen ziehen von Süden aus gen London und als der zweite Kegel einschlägt, auch von Norden aus. Immer mehr Maschinen erheben sich und die Menschheit scheint machtlos, als sie auf Jagd gehen, um Menschen zu "ernten", da sie etwas besitzen, das die Marsianer zum Leben brauchen...

Fazit: Das Buch ist meisterlich geschrieben und kaum langatmig, somit hab ich es auch in Kürze verschlungen. Die Kombination aus der Welt des 19. Jahrhunderts mit seinen Droschken, dem gentlemanlike behaviour und der Technokratie, wie man sie sich damals vorstellte, ist äußerst gelungen und geradezu kultig. Als Klassiker der Weltliteratur gehört dieses Buch zu jenen, die man unbedingt einmal gelesen haben muss!




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