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Klatsch und Tratsch » Stellungnahme von Nackter Stahl zur Klage
von Ingo Schulze am Mittwoch, 17. September 2008 um 00:37 Uhr

http://img232.imageshack.us/img232/8105/acgrwnt4.jpg

Am Nachmittag folgte dann die Antwort von Nackter Stahl nach der Informationsoffensive von Prometheus – siehe die letzten beiden News.

Hier der Wortlaut:

“Aufgrund der irreführenden Äußerungen der Gegenseite sehen wir uns als Reaktion zu einer Stellungnahme gezwungen. Die Darstellung der Gegenseite ist unvollständig und in wesentlichen Teilen wahrheitswidrig.

Der Betreffende, Christian Loewenthal, war jahrelang Mitarbeiter unseres Verlages (selbstverständlich mit rechtsgültigen Verträgen!) und hatte Zugang zu streng vertraulichen Entwicklungsdaten. Diese sind teils von uns, teils von unseren anderen Autoren erstellt worden. Sie waren auch eindeutig als solche gekennzeichnet. Er bot sich an, die „Metaplotkoordination“ im Kontakt mit den anderen Autoren zu übernehmen, und stand daher auch noch in einem besonderen Vertrauensverhältnis.

Über die Qualität von Produkten oder einzelnen Beiträgen mag man geteilter Meinung sein, über das Vorgehen von Herrn Loewenthal nicht:
Bis kurz vor der Spielmesse 2007 hielt er seine Arbeit am Konkurrenzprodukt geheim vor uns, erkundigte sich in alle Richtungen unseres Geschäftes, und ließ sich weiter die neuesten Texte unserer Autoren schicken. Bezüglich der nicht fertig werden wollenden (zum Großteil illustrierten) Produkte von uns hat er immer wieder darauf verwiesen, er wäre krank, und hat eine Verlängerung seiner Abgabetermine verlangt (die er auch mehrfach bekam, da wir nichts von seiner anderen Aktivität wussten). In dieser Zeit arbeitete er stattdessen an seinem eigenen Produkt. Wer hätte da nicht das Gefühl gehabt, ausspioniert worden zu sein?

Wir haben nicht nur eine Verpflichtung uns selbst gegenüber, sondern auch unseren anderen Autoren und Mitarbeitern. So ist es selbstverständlich nicht hinnehmbar, dass wir auf diese Weise behindert werden, unsere eigenen Entwicklungen und intern diskutierten Pläne in den Produkten der Gegenseite veröffentlicht werden, während der Autor für uns hätte schreiben sollen, und dieser uns zudem über lange Zeit hinweg über seine wahren Absichten nicht nur im Unklaren lässt, sondern auch belügt. Dies sehen wir nicht nur als krassen Vertrauensbruch, sondern auch als unlauteres Verhalten an.

Daneben sehen wir es als erwiesen an, dass zusätzlich zu den vertraulichen Entwicklungsdaten das Arcane Codex Grundregelwerk nebst Kompendium als Vorlage für wesentliche Teile von Elyrion diente. Aus unserer Sicht gehen die Übereinstimmungen weit über branchenübliche Ähnlichkeiten (oder den kopierten Disclaimer der ersten Elyrionauflage) hinaus. Dies trifft insbesondere zu, da die Beklagte durch Herrn Loewenthal eine besondere Kenntnis unserer Werke hatte und sich ungewöhnlich viele, oft sogar wortgleiche Übereinstimmungen finden. Es wurden außerdem nicht nur einzelne Elemente, sondern gleich ganze Mechanismen und Beschreibungen in Inhalt und Komposition gruppenweise übernommen; selbst nur intern besprochene und für zukünftige Produkte geplante Features. Entsprechend ergänzender Vortrag, der dies im Detail darlegt, wurde und wird geleistet (allerdings von der Gegenseite unveröffentlicht).

Das Ziel der Klage und unseres ersten Gutachtens ist es natürlich nicht, Begriffe wie „Reiten“ oder „Unsichtbarkeitszauber“, oder fliegende Wesen zu verbieten, wie Prometheus Games behauptet. Unser erstes Gutachten und die Klageschrift enthalten eine gegenüberstellende Übersicht der wesentlichen Spielelemente, um einen fairen Vergleich unter Berücksichtigung des Gesamtwerks und der insgesamt übernommenen (und nicht übernommenen) Elemente zu ermöglichen. Die Gegenüberstellungen des gegnerischen Gutachtens sind dagegen vollkommen selektiv (bspsw. sind Fertigkeiten, Vorzüge und Schwächen doppelt aufgelistet oder gestrichen, was falsche Übereinstimmungen und Unterschiede erzeugt). Einzelne Unterschiede aus der Gesamtgegenüberstellung herauszugreifen ändert nichts an den aus unserer Sicht in weiten Teilen plagiierten Beschreibungen, Kompositionen, Systemen und den im Vertrauen gewährten, von der Gegenseite übernommenen Entwicklungsdaten. Wir fühlten uns betrogen und bestohlen, und sehen unsere Klage daher als richtig an.

Dennoch wollten wir uns zu Beginn einvernehmlich, ohne zusätzliche Kosten auch für die Gegenseite und ohne Gerichtsverfahren einigen. Zu diesem Zweck machten wir der Gegenseite das Angebot, nur einige der gröbsten Auffälligkeiten und übernommenen Entwicklungsdaten zu ändern. Dabei schlugen wir gezielt diejenigen vor, die nach dem Abverkauf der Erstauflage von Elyrion ohne Gesichtsverlust und mit verhältnismäßig geringem Aufwand hätten angepasst werden können. Über das aus unserer Sicht wettbewerbswidrige Verhalten von Herrn Loewenthal wollten wir in diesem Fall hinwegsehen.
Auf dieses Angebot hin verspottete Herr Loewenthal uns und forderte uns mehrfach auf „ihn doch zu verklagen“.

Wir haben also gute Gründe für unser Vorgehen.

Gegenläufig zur Behauptung der Gegenseite haben wir den Streitwert so niedrig wie möglich angesetzt, er wurde vom Gericht aber höher festgelegt.
Weiterhin besteht das von Herrn Loewenthal abgegebene Romanmanuskript nicht nur in Teilen aus Texten und Ideen von uns, sondern ist qualitativ auch weitestgehend neubearbeitungswürdig. Der einzige Grund, warum wir überhaupt ein Interesse daran hatten war, dass von unserer Seite bereits sehr viel Arbeit in die Verbesserung und die Vorgaben der Texte geflossen waren.

Seit Beginn des Prozesses wurden wir mehrfach bedroht. Die Rechtsfindung wurde durch die Gegenseite mehrfach verschleppt und behindert. Nachdem der gegnerische Anwalt die erste Verhandlung mit der Begründung verschoben hatte, er hätte die Bücher nicht und könnte nicht Stellung beziehen, teilte er uns zeitgleich schriftlich mit, er würde sich „vollumfänglich“ und „öffentlich“ zu der Sache äußern, wenn wir nichts mehr „korrigieren“ wollten. Dieser und andere Einschüchterungsversuche hatten jedoch nicht den gewünschten Effekt.

Danach kamen mehrfach Abmahnungen der Gegenseite, unter anderem wegen „unlauterer Werbung“ mit einem von der Gegenseite festgelegten Streitwert von 100.000,- Euro nur für diese eine Abmahnung. Einzig und allein deswegen, da ich uns in einem Interview als „Vorreiter aktueller Trends“ bezeichnet und gemeint hatte, wir würden „den Dark Cyberpunk Zug erst richtig ins Rollen bringen“. Diese bizarren Abmahnungen haben nichts mit der Hauptsache zu tun, kosten viel Geld und hatten allein den Zweck uns einzuschüchtern und wirtschaftlich zu schädigen. Vom „armen kleinen Prometheus Verlag“ der sich gar als Retter der Rollenspielszene darstellt, kann bei diesen Methoden überhaupt keine Rede sein.

Weiterhin wandte sich Herr Loewenthal auf dem FeenCon an einen Mitarbeiter unseres Verlages und bot ihm an, die Seiten zu wechseln. Als Begründung dafür verbreitete er das Gerücht, wir wären „pleite“ wenn er erst mit uns fertig wäre (was mitnichten der Fall sein wird). Auch dies ist unlauter. Entsprechende eidesstattliche Erklärungen liegen vor.

Zum bereits verschobenen Gerichtstermin, dem 03.09.08, hat sich der Bevollmächtigte der Gegenseite am Tag vorher für den Gerichtstermin krank gemeldet. Der Termin wurde daher um Monate verschoben. Am eigentlichen Tag der Gerichtsverhandlung war er jedoch über sein Büro erreichbar, vereinbarte einen Termin mit zwei Zeugen. Nachdem diese sich vorgestellt und ihn - scheinbar bei bester Gesundheit - angetroffen hatten, sperrte er sie unter Androhung von Gewalt ein. Strafanzeigen wurden erstattet. Entsprechende eidesstattliche Erklärungen der Zeugen liegen vor.

Die weiteren sachlichen Details werden wir, trotz aller Versuche der Gegenseite eine Schlammschlacht zu inszenieren, nicht in Foren, sondern in den offiziellen Kanälen klären.

Aufgrund der Angst schürenden Polemik der Gegenseite jedoch noch soviel: Kein ehrlicher Mitbewerber muss befürchten, von Nackter Stahl verklagt zu werden. Wir befürworten ausdrücklich die Vielfalt der Rollenspielsysteme.”

Hier zu finden: http://www.nackterstahl.de/nackterstahl/forum/index.php?showtopic=3427

Zuguterletzt noch der Hinweis auf einen Beitrag in Hofrats Blog: http://hofrat.blogspot.com/2008/09/maschendrahtzaun-in-morning-oder.html

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