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Sammelkarten Bericht
Magic the Gathering - Weltmeisterschaft 2003 in Berlin
von Mira Sauerbier
15. August 2003

 10 Jahre fantastisches Strategiespiel und der Boom nimmt kein Ende.

Für dieses große Jubiläum wählte der Veranstalter, Wizards of the Coast, das Estrel Convention Center in Berlin und bekam eine WM der Superlative.
Mit rund 8.000 Gästen, aus aller Welt, präsentierte sich die größte bisher dagewesene Magic–Weltmeisterschaft vom 6. bis zum 10. August 2003.

Richard Garfield, der 1993 "Magic: The Gathering" auf die Spieltische dieser Welt brachte, hat dieses Event sichtlich genossen. Zwischen zahlreichen Interviews, nahm er sich Zeit, die Karten seine Fans zu signieren und auch das ein oder andere Spiel zu spielen. Der spielbegeisterte Computermathematiker, aus den USA, hat mit "Magic: The Gathering" ein mittlerweile über 6.000 Motive umfassendes Sammelkartenspiel auf den Markt gebracht. Dieses hat seit seiner Einführung, in Deutschland, einen Absatz von etwa 500 Mio. Karten zu verbuchen.

Doch wer glaubt, dass diese Hype ein Ende nimmt, täuscht sich.
Die Weltweit aktive Turnierszene, mit 600.000 registrierten Weltranglistenspielern, bekommt ununterbrochen Zuwachs. Sammelkartenspiele sind so populär wie nie! Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Kinder schon im Grundschulalter, durch Spiele wie "Pokémon" oder "Yu-Gi-Oh" an Kartenspiele herangeführt werden. So wächst auch eine weitere Generation nach und nach in der Welt der strategischen Sammelkartenspiele hinein, was die weitere Existenz, dieser in Japan und Russland sogar offiziell als Denksport anerkannten Freizeitbeschäftigung, eine Zukunft gibt.

Zur Erweiterung des Vertriebnetzes, auf die großen Handelsketten, greift nun Hasbro, der Mutterkonzern von Wizards of the Coast, Amigo seit einigen Monaten unter die Arme. Durch die Erschließung dieser neuen Absatzkanäle, bekommen die spielbegeisterten Sammelkartenfreunde ihr Produkt nicht mehr nur in kleinen Spielläden sondern auch in den großen Ketten. Die seit 10 Jahren für Hasbro arbeitenden Jeschenko-Medienagentur, wurde auf dieser Weltmeisterschaft durch Jörg Mutz vertreten. Dieser erklärte uns, dass Preisgelder in einem Gesamtumfang von 400.000 USD an die Turnierteilnehmer gehen. Um diese hoch dotierten Preisgelder, rangen 310 qualifizierte Magie-Spieler aus 54 Ländern. So auch das deutsche Team, aus dem sich Peer Kröger (Berliner Lokalmatador), Wolfgang Eder und Daniel Zink qualifizierten.

Bis ins Finale spielten sich letztlich Jin Okamoto und Daniel Zink, die mit zwei "Wake-Deck's" gegeneinander angetreten sind. Um 22:00 Uhr stand dann endlich fest, wer der neue Weltmeister der Karten ist: Daniel Zink der 18 jährige Bochumer, schlug seinen Gegner Jin Okamoto ohne mit der Wimper zu zucken in einem 3:0. Wie schon vor ihm 1999 Kai Budde in Yokohama hielt er nun über-glücklich und hundemüde den Scheck, der "DCI" über 35.000 $ und sein Pokal hoch in die Luft.

Bei den, von den beiden Finalisten gespielten "Decks", handelte es sich um das derzeit sehr beliebte "Wake Deck". Ein "Wake Deck" baut auf der Karte "Miraris Wake" auf, die für einen dort nicht zu erschöpfenden Manafluss sorgt und den Kreaturen somit massiv Power gibt. Mit diesem Deck haben sich außer den beiden Finalisten noch zwei weitere Mitstreiter in die Weltmeisterschaft begeben. Der drittplazierte Tuomo Nieminen und der fünfte Jeroen Renie spielten sich mit dem besagten Deck ebenfalls bis weit nach vorne.

Die Effizienz dieses Decks ist somit nicht zu leugnen. Wobei fraglich ist, was mit dem abwechslungsreichem spiel Magic passiert, wenn 4 von 8 Finalisten dieses Deck spielen?
Doch was passiert, wenn man mit einem schwarz/roten Mirrodin Deck gegen diese "Wake Decks" spielt, hat uns Peer Kröger bewiesen. Der Berliner Magicspieler belegte mit seinem Deck und Spaß am Spiel, den 6. Platz. Dieser brachte ihm immerhin noch 8.500 USD Preisgeld ein. In unserem Interview äußerte er, dass er sich darüber im Klaren war, dass seine Chancen gegen ein Wake zu gewinnen unter 2% liegen und er keine Möglichkeit sieht, daran vorbei zu kommen.

Alles in Allem waren zu dieser Weltmeisterschaft sehr starke Kontrahenten am Start, die sich auch für den Hobby-Magic-Spieler spannende Duelle geliefert haben.

Doch um für die Fans von Magic dazusein beschränkt man sich nicht nur darauf, interessante Turniere und Meisterschaften stattfinden zu lassen.
Für die Entstehung der 8ten Edition von "Magic: The Gathering" hat man Magic-Spieler im Internet dazu aufgerufen Karten vorzuschlagen die dann für das neue Hauptspiel zusammengestellt werden.
Das Ergebnis ist ein Hauptspiel das es erlaubt erste Schritte in Magic zu machen und das Grundprinzip zu erfassen.

Doch nicht nur die 8te Edition von Magic, sondern auch ein neues Produkt der Firma K2 hat auf dieser WM die Blicke auf sich gezogen.
Jetzt ist es soweit, Magic begleitet seine Fans sogar mit bis in den dicksten Schnee. K2 hat Snowbo-ards herausgebracht, das verziert mit Bildern aus der Welt von Magic die Pisten erobern wird.
So behält man auch während des Winterurlaubs über den Tag hinweg die Vorfreude auf das Magicspiel am Kamin im Kopf.

Bleibt abzuwarten in welche Bereiche unseres Lebens "Magic: The Gathering" als nächstes Einzug erhält.

Top 8 Finalisten 2003

 ViertelfinaleHalbfinaleFinaleWeltmeister
1Tuomo NieminenTuomo Nieminen, 3-2  
8Gabe Walls   
   Jin Okamoto, 3-1 
4Jin OkamotoJin Okamoto, 3-0  
5Peer Kröger   
    Daniel Zink, 3-0
2David HumpherysDavid Humpherys, 3-2  
7Wolfgang Eder   
   Daniel Zink, 3-0 
3Jeroen RemieDaniel Zink, 3-1  
6Daniel Zink   

Quelle: WotC

Die Top 8 Finalisten

  1. Daniel Zink (Deutschland): $35,000
  2. Jin Okamoto (Japan): $23,000
  3. Tuomo Nieminen (Finnland): $15,000
  4. Dave Humpherys (USA): $13,000
  5. Jeroen Remie (Niederlande): $9,500
  6. Peer Kröger (Deutschland): $8,500
  7. Wolfgang Eder (Deutschland): $7,500
  8. Gabe Walls (USA): $6,500
Quelle: WotC 

Finalisten Team

  1. Team USA (2-1)
  2. Team Finnland
Quelle: WotC



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von Matrix
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