Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Magazin » Tabletop » Games Day 2004 » Der Games Day 2004

Tabletop Bericht
Der Games Day 2004
von Stefan Sauerbier
30. September 2004



Am 29. August 2004 fand nun bereits zum sechsten Mal der »Games Day« im Kölner Gürzenich statt. Was vor sechs Jahren in Deutschland begann, entwickelt sich immer mehr zu einem Mega-Event der Freunde des Tabletops. Konnte 2001 der Veranstalter Games Workshop rund 2.600 Besucher verzeichnen, so waren es in diesem Jahr mehr als 3.600.

Als "Tag für die Fans" hatte der diesjährige »Games Day« wieder Einiges zu bieten. Neben zahlreichen kleineren Aktivitäten stand dabei die Verleihung des »Golden Demon« im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der »Golden Demon« ist ein Mal- und Umbauwettbewerb für Miniaturen und Dioramen mit insgesamt 15 Kategorien, der auch in diesem Jahr wieder einen starken Aufwärtstrend verzeichnen konnte. Mit über 600 eingereichten Beiträgen erfuhr der Wettbewerb einen enormen Zuspruch. Der beste Beitrag aller Kategorien wurde zudem mit einem Sonderpreis, dem Golden Demon Slayer Sword, prämiert.


Ein weiterer Anziehungspunkt war die große Halle in der die Games Workshop Läden 22 eigens für diese Veranstaltung gebaute Spieltische präsentierten. Die riesigen und zum großen Teil sehr eindrucksvollen Displays, nicht selten von mehr als 2 x 4 Metern, boten jedem Anhänger der Spielwelten »Warhammer«, »Warhammer 40.000« und des »Herr der Ringe«-Tabletops etwas fürs Auge. Wer mochte konnte hier den ganzen Tag lang gegen Aliens, Mûmakil, Horden von Orks oder Ringgeistern in die Schlacht ziehen.

Besonders herausragend war der Beitrag des Games Workshop Darmstadt: zentraler Blickfang des Displays "St. Katharina darf nicht fallen!", einem Spieltisch für Warhammer 40.000, war die riesige Kathedrale mit einer Höhe von ca. 60cm. Die Detailverliebtheit und die technische Realisation war sehr beindruckend.
Dem »Herrn der Ringe« waren immerhin vier Tische gewidmet.

So kämpfte König Tranduils Heer gegen Scharen von Orks, Faramir verteidigte Osgiliath gegen Saurons Horden und die Schlacht von den Pelennor-Feldern mit den riesigen Mûmakil (Olifanten) gegen Gondors Armee wurde nachgespielt. So unspektakulär das Schlachtfeld war, umso mehr beeindruckten die sieben Olifanten auf dem Spielfeld. Besonderns detailreich waren aber die Ruinen auf dem Tisch mit dem Thema "Faramirs Flucht". Dabei war es Ziel, dass sich Faramir und seine Mannen aus den Ruinen von Osgiliath zurückziehen und ihren Verfolgern, den Wargreitern und Ringgeistern entkommen. Die drei Modelle der untoten Könige waren sehr schön bemalt und im Spiel ziemlich beeindruckend.

Dem "klassischen" Warhammer waren jedoch die meisten Tische gewidmet. So verteidigten Zwerge ihre Festung gegen Horden von Untoten, Piraten überfielen einen Hafen und Barbaren legten im Land der Pyramiden an. Dieses Szenario mit seiner übergroßen Pyramide und den schön gestalteten Langbooten war ein echter Augenschmaus.

Neben der großen Halle gab es noch einiges mehr auf den zwei Etagen des »Games Day« zu sehen. Im Erdgeschoss war ein Raum für den Computerspieleentwickler »THQ«, mit dem Warhammer 40.000 Computerspiel »Dawn of War«, sowie für »Forge World«, »Warp Artefakts« und die »Black Library« reserviert. Der Stand von »Forge World«, spezialisiert auf Kriegsmaschinerie, war genauso wie der Stand von »Fantatic Games«, den Spezialisten für »Games Workshop«-Spezialsysteme, den gesamten »Games Day« permanent umlagert.

Wie bereits im letzten Jahr waren für Clubs und Spielervereinigungen Plätze reserviert, in denen sie ebenfalls Spieltische und Informationsstände bereitstellten. »Sabertooth Games« stellte seine Sammelkartenspiele »WarCry«, angelehnt an die »Warhammer« Fantasywelt, und »Horus Heresy«, basierend auf der »Warhammer 40.000«-Welt, vor.

Im Studiobereich hatte die Fans dieses mal die Möglichkeit, mit den Spezialisten für »Warhammer Fantasy« und »Warhammer 40.000«, Pete Haines und Gav Thorpe aus England, den ein oder anderen Plausch zu halten. Dave Andrews, seines Zeichens Miniaturendesigner, und Stefan Kopinski, bekannt durch zahlreiche Fotomontagen auf den Panzerboxen, stellten sich wie Markus Trenkner den Fragen zahlreicher Tabletopspieler.
Neu in diesem Jahr war der Geländebau-Workshop im Studiobereich. Hier konnte man sich von erfahrenen Profis Tipps und Anregungen zum Bau von Geländestücken holen. Den Charakter eines "echten" Workshops hat dieser Studiobereich zwar nicht ganz erfüllt, doch war er für viele eine willkommene Neuerung. Vielleicht gibt es hier im nächsten Jahr ein richtiges Workshop-Programm, an dem man aktiv teilnehmen kann.
Das fast schon traditionelle Speedpainting im großen Saal rundete das Angebot des »Games Day 2004« ab.

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten die Organisatoren die Vitrinen mit den Miniaturen nicht gruppiert, sondern in einem geschlossenen Rechteck aufgestellt. Das sollte eigentlich den Vorteil bringen, dass man an den Vitrinen in einem Weg vorbeigehen kann, doch leider blieben viele der Besucher trotzdem lange vor einer bestimmten Vitrine stehen und so bildeten sich wie bereits im letzten Jahr Gruppen, die den übrigen Besuchern die Sicht auf die kleinen Kunstwerke nahmen.

Bei den Stücken des Golden Demon Wettbewerbes gab es dieses Jahr gleich drei "große" Überraschungen. So präsentierten sich zwei überdimensionale Kampfroboter, jeweils mit gut einem Meter Höhe, und ein riesiger, voll fernsteuerbarer Panzer in der Ausstellung. Zwar gewannen sie keinen Preis, beeindruckten aber durch ihre Größe und Detailverliebtheit.


Ein kleiner Kritikpunkt stellt der im Vergleich zu anderen Spieleconventions für einen Tag doch recht hohe Eintrittspreis von 15 Euro dar, der den einen oder anderen davon abschreckt, den weiten Weg nach Köln auf sich zu nehmen.

Alles in allem war der »Games Day 2004« wieder ein erlebnisreicher und sehr interessanter Tag. Wenn man die zahlreichen Miniaturen sieht, kann man doch schon ein wenig neidisch auf die Malkünste anderer werden. Für viele bot sich hier auch die Gelegenheit, mit anderen zu fachsimpeln, untereinander Tipps auszutauschen und manche hatten gar das Privileg, mit einem »Golden Demon« nach Hause fahren zu können.



Besuchermeinungen
Es gibt noch keine Besuchermeinung für diesen Artikel.
Bewerte diesen Artikel und schreib uns Deine Meinung!
Wie ist Deine Meinung zu diesem Artikel?
Deine Bewertung
des Artikels

Bitte auswählen!
Dein Name (optional / Pflichtfeld s.u.)
Deine Email (optional)
Deine Meinung (optional)
  Sicherungscode (Info)   Sicherungscode
 
Bei der Abgabe eines Kommentars ist die Angabe Deines Namens Pflicht. Wenn Du Dich nur an der Produktbewertung beteiligen möchtest können alle übrigen Felder frei gelassen werden.
Deine eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie steht lediglich dem Rezensenten dieser Kritik zur Verfügung damit er auf Deinen Kommentar reagieren kann.



LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.